Nicht Worte erzählen, sondern ihr Klang.
Damaris Wieser
Klartext, Konzeption, Kommunikation
Musik ist Sprache – und Sprache ist Musik! Einem Text kann man durchaus anhören, ob sein Autor musikalisch ist.
Schreiben ist ein künstlerischer Prozess. Man fügt Worte zusammen, dreht sie hin und her, ergänzt, streicht – und kontrolliert ihren Klang mit dem inneren Ohr. Wenn der Satz schließlich steht, sollte er mit wenig guten Worten viel erzählen und dabei gut klingen. Wer schreibt, feilt am Sprachrhythmus und an der Satzmelodie. Er baut Satzfiguren, setzt Zäsuren – und schafft so klangvolle Textskulpturen. Im Idealfall zumindest.
Gute Werbetexte sind knackig und auf den Punkt, denn: Niemand quält sich mehr freiwillig durch lange Textwüsten. Wir sind Häppchen-Kost gewöhnt, klicken uns durchs Internet, zappen durchs TV-Programm – ratlos, rastlos und reizüberflutet. Wir sind auf der Suche nach Super-Konditionen, Top-News oder Mega-Unterhaltung. Und wenn wir tatsächlich anhalten, um einen Text zu lesen, dann muss er unsere Aufmerksamkeit schon verdienen – Satz für Satz Interesse halten. Werbetext: Lecker statt hundslangweilig weiterlesen