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Hommage

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You may know your ABC,

Be silver-tongued, have a degree,

And high verbal ability,

Yet suddenly, gee, what a mess,

You have no words that can express

Your inner state of happiness.

It is your singing, Mr. Porter,

That makes my lexis kinda shorter,

(Which means that, as a copywriter, things are really getting tighter.)

Yet I forgive you, ’cause your voice

Simply lets my soul rejoice!



Kleine Hommage anlässlich eines atemberaubend schönen Konzertes von Gregory Porter und dem Metropole Orchestra am 12.09.2014 im Hamburger Stadtpark. Auch Textern verschlägt es gelegentlich einmal die Sprache. Für alle, die wissen wollen, warum, hier der Link zum Livekonzert in Amsterdam.

Starke Texte = großes Kino

Kopfkino

Der Schriftsteller verwandelt Vorstellungen in Worte. Der Leser verwandelt Worte in Vorstellungen. Inwieweit diese und jene Vorstellungen einander ähneln, ist unkontrollierbar.

Erich Kästner

So sah es Erich Kästner – und hatte damit als Schriftsteller ganz sicher recht. Der Werbetexter* jedoch rollt die Sache von hinten auf und versucht, das vermeintlich Unkontrollierbare zu steuern. Er versetzt sich in seine „Leser“ hinein, holt sie in ihrer Vorstellungswelt ab und weckt Emotionen und Wünsche. Gute Texter sind Kopfkino-Spezialisten, doch ihre eigene Gedankenwelt ist nicht ihr Sujet. Sie müssen den Kosmos ihrer Zielgruppe kennen, um diese zu erreichen und zu bewegen. Schließlich geht es darum, mit dem Medium Sprache Gefühle aus- zulösen, die zu einem positiven Marken- bzw. Produktimage und – im Idealfall – zu einer unmittelbaren Reaktion führen.

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