Verbotene Wörter

Der US-Präsident und die Sprachzensur

Wenn man in einem Land nicht mehr schreiben oder sagen darf, was einem in den Sinn kommt – wenn Wörter heimlich ausgelöscht oder verboten werden –, dann ist die Freiheit in Gefahr.  Zensur nimmt nicht nur Einfluss auf die Sprache, sondern auf demokratische Strukturen. Das sind politische Warnzeichen und Vorboten autoritärer Systeme.

Als langjährige Konzeptionstexterin weiß ich um die Macht der Worte. Ich schätze die Freiheit der Sprache – die Möglichkeit, sie gänzlich uneingeschränkt und differenziert nutzen zu können – mehr als alles andere. Im heutigen Amerika ist diese Freiheit gefährdet. Kritische Stimmen wie Stephen Colbert (Moderator der „Late Night Show“) werden abgesetzt und Begriffe aus der amtlichen Sprache und staatlichen Dokumenten gestrichen. Entsprechende Direktiven an Ministerien und Behörden erklären Wörter wie „diversity“, „climate change“ und „feminism“ als unerwünscht. Die US-Bundesregierung verteidigt diese Maßnahmen als Rückkehr zu einer wissenschaftlich fundierten Sprache. Verbotene Wörter weiterlesen

Barfuß im Park

Ein Synapsen-Abenteuer

 

Die Hände sind unser wichtigstes Arbeitsinstrument und ständig in Aktion. Wir jagen sie täglich über die Tastatur und den Touchscreen. Wenn man die Dinge in der Hand hat, hat man Entscheidungsgewalt – Hands-on-Mentalität ist gefragt. Doch was ist mit unseren Füßen? Wir sitzen und strecken sie unter Schreibtischen aus, wo sie tagtäglich in den Dornröschenschlaf fallen – in Socken und Schuhe gezwängt. Nach Feierabend dürfen sie vielleicht nochmal Strecke machen, unter Schrittzähler-Kontrolle. Erst nachts können sie aufatmen, im Bettdeckendunkel. Unsere Füße tragen uns durch die Welt und haben nur selten die Bühne. Barfuß im Park weiterlesen